Eskrima / Escrima


Die philippinischen und europäischen Waffenkampfmethoden als Ergänzung zum Wing Tsun System

Eskrima, Escrima, Kali und Arnis sind Bezeichnungen für die hochentwickelten und in kriegerischer Tradition gepflegten Waffenkampfmethoden der Philippinen. Sie sind durch die Verbindung von europäischem Hieb-Fechten und südostasiatischen Kampfküsten entstanden.

Benutzt werden sowohl stumpfe Hiebwaffen und Klingen in allen nur erdenklichen Variationen, als auch Alltagsgegenstände, die ursprünglich nicht zur Verwendung im Bereich der Selbstverteidigung erfunden wurden. Alle erlernten Attribute wie Distanzgefühl, Timing, Kraftentwicklung, Geschwindigkeit, Präzision, Kampfgeist und die tatsächliche Handhabung dieser Konzepte lassen sich direkt auf die waffenlose Selbstverteidigungssituation übertragen.

Die zahlreichen philippinischen Einwanderer konnten durch ihre fundamentalen Kenntnisse im Bereich der gewaltsamen körperlichen Auseinandersetzung den Boxsport in Amerika bis zum Zeitpunkt der umfassenden Reglementierung dominieren. Im Gegensatz zu den damaligen westlichen Boxern waren sie durch den täglichen Gebrauch ihres Kampfhandwerks zum Überleben deutlich versierter in strategischer Umsetzung und konnten auch mit regelfreien und straßenkampfähnlichen Situationen viel souveräner umgehen als die herkömmlichen Wettkampfsportler.

Selbstverständlich setzt ein realistisches Waffentraining hohe Ansprüche an geistige Reife und Verantwortungsbewußtsein der Praktizierenden. In einem familiären Umfeld kann jeder Interessent verletzungsfrei üben und von der gemeinsamen Weiterentwicklung profitieren.

"Was den Gegner dazu bewegt sich zu nähern, ist die Aussicht auf Vorteil.

Was den Gegner vom Kommen abhält ist die Aussicht auf Schaden."

"Furcht ist der Gegner, der einzige Gegner."

 

Sun Tzu